Corporate Social Responsibility

Wohltätige Unternehmer helfen Gesellschaft und Betrieb

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Viele Firmenchefs und ihre Mitarbeiter engagieren sich für soziale Themen. Das stärkt die Verankerung in der Gemeinde, verbessert das Firmenimage, wird manchmal sogar zur eigenen Geschäftsidee.

Mitarbeiter eines sozial engagierten Unternehmens baut mit einem Kind ein VogelhausFür die meisten Unternehmer ist Wohltätigkeit kein Fremdwort. Sie engagieren sich für die Gesellschaft, sei es durch Spenden für gemeinnützige Zwecke oder die Übernahme eines Ehrenamtes. Mehr als 30 Millionen Bundesbürger sind ehrenamtlich tätig. Gutes tun, anderen helfen, Leid lindern, die Natur schützen – all das kann die Welt ein wenig besser machen und wird von den Vereinten Nationen unter anderem mit dem Internationalen Tag der Wohltätigkeit gewürdigt, zu Ehren der vielleicht bekanntesten Wohltäterin am heutigen Todestag von Mutter Teresa. Gut gemacht, können Unternehmer so ein Engagement zugleich nutzen, um ihr Image weiter zu verbessern.

Soziales Engagement verbessert auch das Firmenimage

Wie sinnvoll es ist, sich als Unternehmer wohltätig zu engagieren, darüber war hier bereits zu lesen – und ebenso, wie wichtig es ist, Spenden oder soziales unternehmerisches Engagement, neuerdings Corporate Social Responsibility (CSR) genannt, richtig anzugehen. Was oft mit der Frage beginnt „Was ist CSR?“ oder „Was ist unternehmerische soziale Verantwortung?“, sollte am besten damit weitergehen, sich über die eigenen sozialen Interessen sowie eine mögliche soziale Strategie für das eigene Unternehmen klar zu werden. Soziale Themen liegen quasi auf der Straße – oder lassen sich durch einen kurzen Austausch in der Familie erkennen. Wer Kinder hat, kommt rasch mit Umweltschutzthemen in Berührung. Warum nicht dadurch inspiriert mal eine Aktion „Vögel retten“ anstoßen und die Kindergartenkinder von nebenan Nistkästen bauen lassen, die später die Dachkante des Firmensitzes, die Kita und vielleicht den ein oder anderen elterlichen Garten zieren? Oder den grünen Daumen im nachbarschaftlichen Umfeld kultivieren? Gerade Umwelt und Nachhaltigkeit bieten viele naheliegende Ansätze für unternehmerisches Engagement.

An Spenden, Sponsoring und eine Stiftung denken

Auch Schicksale im Umfeld der eigenen Familie stoßen Unternehmer oft auf soziale Themen, dafür spricht die Geschichte vieler von Firmenchefs oder Verbänden gegründeten wohltätigen Stiftungen, wie beispielsweise die Björn-Steiger-Stiftung zur Verbesserung der Notfallhilfe, die Christina Barz-Stiftung für medizinische Forschung oder die Robert-Enke-Stiftung, die sich unter anderem dem Thema Depressionen widmet. Der Steuerberater informiert Unternehmer darüber, wie für soziale Zwecke gedachte Mittel sich steuerlich am besten zuwenden lassen – als Spende, als Sponsoring oder mittel- bis langfristig in Form einer gemeinnützigen Stiftung, die unter gewissen Umständen dann ebenfalls steuerbegünstigt ist.

Viele Menschen engagieren sich noch im Ruhestand

Nicht zuletzt mit ihrem beruflichen Know-how können Unternehmer ehrenamtlich gute Dienste tun, spätestens im Ruhestand. Der Senior Experten Service etwa sucht für verschiedenste Projekte weltweit händeringend Fachleute. Das wäre auch ein Tipp für Mitarbeiter, die in Rente gehen. Oder vielleicht die Gelegenheit, einen Mitarbeiter im Rahmen eines sozialen Projekts auf Firmenkosten zu entsenden – etwa kombiniert mit einem Sabbatical, falls das mit den organisatorischen Anforderungen im Betrieb vereinbar ist.

Manchmal wird aus Engagement ein neues Unternehmen

Manchmal entsteht aus einer sozialen oder ökologischen Idee sogar ein florierendes Unternehmen. Sina Trinkwalder, die ehemalige Inhaberin einer Werbeagentur, hat aus ihrem Umweltinteresse eine unternehmerische Aufgabe gemacht und verkauft über „manomama“ ökologische Textilien zu marktgängigen Preisen. Der Mediziner Zubin Farahani entwickelte aus seinen kulinarischen Vorlieben und seinem ökologischen Bewusstsein eine neue Geschäftsidee: Sein Unternehmen Dörrwerk verarbeitet – ökologisch korrekt – vor dem Müll gerettetes Obst zu Trockenfrüchten. Und Renata Neukirchen behauptet sich seit Jahren mit Unternehmen in der Gastronomie und der Gebäudereinigung auf dem freien Markt, die ausschließlich teils schwerstbehinderte Mitarbeiter beschäftigen. Mittlerweile berät sie auch andere Unternehmer zum Thema Inklusion. Sie empfiehlt sogar, grundsätzlich vom reinen Wohltätigkeitsgedanken abzurücken, hin zur Idee des beiderseitigen Nutzens.