Corporate Social Responsibility

Denken Sie mal grundsätzlicher neu nach

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Viele Unternehmer finden nachhaltiges Handeln wichtig, kommen im Alltag aber oft davon ab. Die Weihnachtsferien bieten sich an, CSR, Spenden und die Unterstützung des Ehrenamts anzugehen.

Weihnachten ist nicht nur die Zeit des Schenkens, sondern auch des Spendens. Gutes tun, anderen helfen, Leid lindern: Bewusstsein dafür wecken seit November Feste wie Sankt Martin – zumindest bei Menschen mit Kindern in ihrem Umfeld. Ein Übriges tun per Post oder E-Mail eingehende Bitten um Spenden sowie Gala- und Jahresendveranstaltungen, die wohltätige Zwecke mitverfolgen. Viele Menschen haben vermutlich schon den Großteil des selbst gewählten Spendensolls erfüllt und vielleicht auch ihren Steuerberater um den ein oder anderen Tipp gebeten.

Orientieren Sie sich am Spenden-Siegel des DZI

Wer jetzt, von weihnachtlichen Gefühlen übermannt, noch kurzfristig die Geldbörse öffnen oder eine Überweisung tätigen will, sollte zuvor einen Blick auf die „Liste der Spenden-Siegel Organisationen“ des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) werfen sowie in die Checkliste von „Finanztip“ zum richtigen Spenden: Nicht alle, die mit großem Aufwand für sich werben, sind seriös. Alternativ könnten Sie auch prüfen, welche gemeinnützigen Vereine oder Ehrenamtlichen sich in Ihrem Umfeld betätigen und ob Sie deren Engagement durch eine Spende oder in Form von Sponsoring unterstützen sollten – wobei Sie den (steuer-)rechtlichen Unterschied zwischen diesen beiden Arten des Gebens genau beachten müssen.

Gut ist eine Strategie für Corporate Social Responsibility

Vielleicht kommt Ihnen auch der Gedanke, dass Sie mehr geben sollten als nur hier und da eine Spende für diesen oder jenen guten Zweck. Mehr Nachhaltigkeit generell also. Die sogenannte Corporate Social Responsibility (CSR) – das umfassender angelegte unternehmerische Engagement für mehr Nachhaltigkeit – hat viele Facetten. CSR kann sich im Umweltschutz abspielen, der Bildung und Erziehung oder in einem der vielen anderen sozialen und gesellschaftlichen Bereiche. Theoretisch haben zahlreiche Mittelständler die Bedeutung der Nachhaltigkeit erkannt. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Baker Tilly und der Technischen Universität Dortmund ergab, dass 80 Prozent der über 200 befragten Firmenchefs eine nachhaltige Unternehmensführung für relevant halten. Doch nur jeder zweite Betrieb verfolgt bereits eine Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei ist das nicht nur im Sinne von Umwelt und Gesellschaft, sondern zahlt sich letztlich auch für das Unternehmen aus – wenn auch verzögert.

Denken Sie an Nachhaltigkeit und das Ehrenamt

Gerade mit Blick auf solche umfassenden Zusammenhänge und Querverbindungen – Weltverbesserung eben – kommen einem oft die besten Ideen, wenn ein wenig Ruhe einkehrt, vielleicht bei einem Spaziergang. Am besten schreiben Sie Ihre Ideen und Gedanken dazu kurz auf – ein kleiner Notizblock samt Stift in der Manteltasche oder eine Smartphone-App leisten hier gute Dienste. Dann vergessen Sie nichts und können nächstes Jahr konkret auf das Thema zurückkommen: Schauen, was Sie mit Ihrem Betrieb tun können. Zu einem fundierten sozialen Engagement gehört neben der guten Idee im Idealfall eine unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie und die Überlegung, welche Schritte daraus konkret folgen.

Aber das ist nun wirklich etwas für nächstes Jahr. Denken Sie die kommenden Tage mal nicht mehr nur ans Geschäft und an mögliche gute Taten, sondern genießen Sie die Weihnachtsfeiertage. Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und später dann einen guten Rutsch ins neue Jahr.