Bericht: Nachfolgeplanung

Sich rundum gut aufgehoben fühlen

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Dass Unternehmer ihre Nachfolge schon frühzeitig planen, ist eher die Ausnahme. In der Praxis fokussiert sich die Nachfolgeregelung meist auf den Erbfall.

Dabei ist die Herausforderung für Übergeber und Nachfolger groß. Deshalb sollte die Nachfolgeplanung nicht auf die lange Bank geschoben werden. Welche Vorteile der geplante Übergang eines Unternehmens zu Lebzeiten des Übergebers bringen kann, zeigt das Beispiel der Pension Kaiser.

Idyllisch mitten im Harz, nicht weit vom bekannten Hexentanzplatz, liegt das Forsthaus Georgshöhe1912 als Revierförsterei erbaut, wurde es von der Familie Kaiser zur Pension umgebaut und bietet Wanderern und Skilangläufern eine gemütliche und ruhige Unterkunft. Nach vielen arbeitsamen Jahren wollten sich Hans-Jürgen Kaiser und seine Ehefrau Helga aber den täglichen Stress eines Pensionsbetriebs nicht mehr antun. „Früher musste ich viel arbeiten, meinen Ruhestand habe ich mir verdient“, sagt der ehemalige Hotelier.

Zunächst dachte das Ehepaar über einen Fremdverkauf nach. Kaufinteressenten für die Pension gab es bereits. Doch bei Übertragungen zu Lebzeiten sollte auch der Übergeber seine Bedingungen und Wünsche rechtzeitig und im Detail definieren. Und genau das war das Problem. Das Ehepaar Kaiser wollte nämlich in der schönen Pension wohnen bleiben: Wir leben schließlich seit Jahrzehnten hier draußen am Waldrand.“

Manchmal kann ein Unternehmensverkauf sowohl für die Familie als auch für das Unternehmen die beste Lösung sein. Im Falle der Pension Kaiser wurde hingegen die Weitergabe des Unternehmens im Familienkreis in Betracht gezogen.

Als Tochter Sylvia sich dazu entschloss, die Pension von ihren Eltern zu übernehmen, musste eine für alle Beteiligten optimale Lösung gefunden werden. Das brachte die Steuerberaterin von Hans-Jürgen Kaiser ins Spiel.

Diese kümmerte sich darum, dass die Tochter als der übernehmende Part einen größtmöglichen Handlungsspielraum sowohl finanzieller Art als auch hinsichtlich zukünftiger Entscheidungen hat. Zudem sorgte sie dafür, dass Kaiser als der Übergeber wirtschaftlich abgesichert ist. Dazu bietet sich eine Darstellung der vielfältigen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und deren Konsequenzen an.

Sylvia Kaiser ist zufrieden: „Ich habe die Pension von meinen Eltern übernommen. Von Frühjahr bis Herbst kommen sehr viele Wanderer, die etwas im Harz erleben wollen. Jetzt möchte ich weiter modernisieren und erweitern. Das kann ich mir leisten, weil die Übergabe von unserer Steuerberaterin gut geplant und umgesetzt worden ist. Wir waren echt froh und fühlten uns gut aufgehoben. Auch bei den nächsten Schritten, den Investitionen, ist sie jetzt natürlich weiterhin meine erste Ansprechpartnerin.“

Auch das Ehepaar Kaiser kann dank der Steuerberaterin den Ruhestand genießen. „Denn jetzt sind wir nicht nur finanziell gut abgesichert, wir können außerdem in der Pension wohnen bleiben. Und ich habe die Zeit, meinem Hobby, der Jagd, nachzugehen“, freut sich Kaiser.

Familie Kaiser berichtet von einer erfolgreichen Nachfolgeregelung

Es kann also nicht früh genug mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger begonnen werden. Je länger der Wunschnachfolger an seine künftigen Aufgaben herangeführt werden kann, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er diese später im Sinne des Vorgängers erfüllt. Auch Fehlentwicklungen kann so eher vorgebeugt werden. Deshalb empfiehlt es sich, mit dem Steuerberater mögliche Nachfolgeszenarien zu besprechen. Gemeinsam findet sich die optimale Lösung.

Text: Birgit Schnee, Corporate Publishing, DATEV eG