Steuererklärung

Geringwertige Wirtschaftsgüter bald mit besserer Abschreibung

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Unternehmer profitieren bei Anschaffungen ab 2018 von höheren Wertgrenzen bei geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) und sollten ihre Investitionen schon jetzt entsprechend planen.

Der Bundestag hat vorgelegt, der Bundesrat nachgezogen: Vergangenen Freitag wurde das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz verabschiedet. Die Zustimmung kam zur rechten Zeit – für jeden, der derzeit über seiner Steuererklärung brütet und parallel dazu weitere Investitionen für das laufende Jahr plant, besteht nun Klarheit bei der Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG). Die Wertobergrenze für ab 2018 gekaufte Produkte steigt von jetzt 410 auf künftig 800 Euro. Ich habe schon überlegt, ob ich ein paar Anschaffungen, die zwischen 410 und 800 Euro liegen, ins nächste Jahr verschiebe, um sie sofort abschreiben zu können. Etwa einen Bürostuhl – den Tisch habe ich mir ärgerlicherweise Ende 2016 zugelegt und werde ihn deshalb mehrere Jahre in meiner Einnahmen-Überschuss-Rechnung durchschleppen.

Sofortabschreibung künftig bis zum Wert von 800 Euro

Ohne Rücksprache mit dem Steuerberater sollten solche Entscheidungen aber nicht getroffen werden, schließlich käme auch noch eine Pool-Abschreibung infrage, deren Schicksal lange offen war. Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können einen Sammelposten für Güter von bis zu 1.000 Euro bilden, der gleichmäßig auf fünf Jahre abgeschrieben wird. Was am besten ist, sollte mit einem Experten besprochen werden. Außerdem gelten für Wirtschaftsgüter, für die die Sofortabschreibung in Anspruch genommen wird, besondere steuerliche Aufzeichnungspflichten, sofern deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten die Grenze von künftig 250 statt bisher 150 Euro überschreiten.

Aber grundsätzlich gilt natürlich, was das „Handelsblatt“ zur neuen Entwicklung beim Thema Sofortabschreibungen schreibt: „Eine gute Nachricht für den Mittelstand.“