Digitalisierung

Mit neuen Geschäftsmodellen in eine glänzende Zukunft

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Diese Woche IHM in München, nächste Woche CeBIT in Hannover: Beide Messen informieren über Perspektiven und Potenziale der digitalen Technologien. Wer sie ignoriert, dürfte den Anschluss verlieren.

Endlich klare Regeln: Ende vergangener Woche hat der Bundesrat den Entwurf der Bundesregierung für die Drohnenverordnung noch einmal ergänzt und so die Basis für den rechtssicheren Einsatz der unbemannten Fluggeräte ab 1. April 2017 geschaffen. Unter anderem müssen Drohnen mithilfe einer Kennzeichnung identifizierbar sein. Für den Betrieb von Modellen ab einem Gewicht von zwei Kilogramm ist ein Drohnen-Führerschein erforderlich, für sogenannte Multicopter mit einem Gewicht ab fünf Kilo zusätzlich eine Aufstiegserlaubnis, die es bei den Landesluftfahrtbehörden gibt. Untersagt sind künftig Flüge über sensiblen Bereichen wie Menschenansammlungen, Flugplätzen, Hauptverkehrswegen oder Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften sowie bei Geräten ab einem Gewicht von 0,25 Kilogramm über Wohngrundstücken, falls der Grundstückseigentümer nicht zugestimmt hat. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft begrüßt die neuen Rahmenbedingungen, da es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen durch einen unbedachten Drohneneinsatz gekommen ist.

Viele der 400.000 Drohnen fliegen für das Handwerk

Gut ist die Vauch für Unternehmen, vor allem im Handwerk, die künftig mehr Rechtssicherheit genießen. Denn viele der rund 400.000 im deutschen Luftraum herumschwirrenden Drohnen sind im gewerblichen Einsatz – das Handwerk rüstet digital auf, und die unbemannten Fluggeräte dienen dabei als bevorzugtes Instrument der Digitalisierung, weil sich damit konkrete Aufgaben erledigen lassen. Dachdecker oder andere Gewerke können mithilfe schwebender Kameras genauer nach Schäden suchen und Ausbesserungsarbeiten planen. Ein Gebäudereiniger hat sogar den Prototyp einer Drohne entwickelt, die Fenster an schwer zugänglicher Stelle reinigt. Fast jeder zehnte Handwerksbetrieb nutzt Drohnen oder denkt darüber nach, so eine Studie des Digitalverbands Bitkom anlässlich der Internationalen Handwerksmesse in München. Auch in Form der vorausschauenden Wartung oder des Einsatzes von Trackingsystemen, Robotern und 3D-Druckern sowie -Scannern hat die Digitalisierung die betriebliche Praxis im Handwerk bereits erreicht.

CeBIT informiert auch über Virtual Reality, 5G und AI

Schon bei der Internationalen Handwerksmesse ging es viel um Digitalisierung. Noch umfassender behandelt das Thema natürlich die CeBIT in Hannover, die am nächsten Montag beginnt und sich als „Global Event for Digital Business“ inszeniert – hier dreht sich alles um Technologien, Dienstleistungen und Software, die Unternehmen weit nach vorne bringen können. Neben den Drohnen spielen virtuelle Realität und künstliche Intelligenz eine herausragende Rolle. Der neue Mobilfunkstandard 5G sowie erweiterte Möglichkeiten der Cloud sollen dem Internet der Dinge und damit sich in diesem Umfeld entwickelnden Geschäftsmodellen einen weiteren Schub geben – immerhin dürften weltweit bis 2020 gut 50 Milliarden Geräte online vernetzt sein. Das motiviert immer wieder Start-ups zur Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen, macht aber gleichzeitig mehr Investitionen in die IT-Sicherheit erforderlich – mit zunehmender Vernetzung steigt auch die Gefahr, zum Opfer von Hackerangriffen zu werden und die Kontrolle über die eigenen Rechner und Programme zu verlieren.